Im April 2014 erteilte Eni Saipem der Ed. ZÜBLIN AG (Niederlassung Singapur) einen Auftrag für die Mikrotunnel-Landverbindung
Im April 2014 erteilte Eni Saipem der Ed. ZÜBLIN AG (Niederlassung Singapur) einen Auftrag für die Mikrotunnel-Landverbindung © Saipem S.p.A.

Auftraggeber:
Saipem S.p.A.

Bauzeit:
2014 – 2016

Stadt/Land:
Rumänien, Schwarzes Meer

Auftragswert:
€ 113 Millionen

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South Stream Unterwasser-Pipeline

Schwarzes Meer

Unterirdische Querung im Küstenbereich

Im April 2014 begann ZÜBLIN im Auftrag von Eni Saipem mit der Herstellung einer maritimen Landfall-Anbindung für die South Stream Pipeline 1. Ziel des Projekts war es, die Pipeline mittels Microtunnelling-Verfahren sicher vom Anlandungspunkt an der Küste in den Offshore-Bereich des Schwarzen Meeres zu führen.

Kern des Projekts waren vier Pipelineabschnitte, die in vier Mikrotunneln mit Wassertiefen von 23 Metern verlegt wurden. Dafür entstanden unter anderem vier Eingangs- und Ausgangsschächte. Mit einer Pipelinelänge von jeweils rund 1,4 Kilometern summierte sich der Rohrvortrieb auf insgesamt 5,6 Kilometer.

Nach dem Durchbruch der Tunnelbohrmaschine (TBM) durch den Meeresboden wurde sie in einer zuvor von Van Oord ausgebaggerten Ausstiegsgrube im Schwarzen Meer geborgen. Erfahrene Taucher befestigten die Maschine an einer Hebetraverse, bevor sie mit einem schwimmenden Lastkahn an die Oberfläche gehoben wurde.

Auch beim Einzug der Pipeline war technisches Know-how gefragt. Da deren Auftriebskraft das Gewicht der Tunnelrohre überstieg, wurden zehn schwere, mit Stahlprofilen gefüllte und mit Beton verpresste Stahlrohre eingesetzt, um die Leitungen zu beschweren. Anschließend wurde die Pipeline geflutet und mithilfe einer Winde durch den Tunnel an Land gezogen. 

Umfang der Leistungen

  • Vier Mikrotunnel vom Ufer bis in 23 m Wassertiefe  
  • Bau von Start- und Zielschächten für die Pipeline 
  • 5,6 km langer Rohrvortrieb 
  • Bergung der TBM nach dem Durchbruch 
  • Einbau von zehn beschwerten Stahlrohren 
die Bergung der Tunnelbohrmaschine (TBM) im Schwarzen Meer. © Saipem S.p.A.