Auftraggeber:
Schluchseewerk AG
Bauzeit:
2021
Stadt/Land:
Wehr, Deutschland
Auftragswert:
€ 3 Millionen
Sanierung des Wehra Staudamms
Deutschland
Erneuerung der Asphaltabdichtung eines Wasserkraftspeichers
Zeit und Wasser hinterlassen selbst an robusten Bauwerken ihre Spuren. Am Wehra Staudamm stand deshalb die Erneuerung der stromaufwärts gelegenen Abdichtung im Fokus. Ziel des Projekts war es, die gealterte und beschädigte Asphaltbetonabdichtung nachhaltig zu sanieren und durch einen zusätzliche, kontrollierte Dichtungs- und Entwässerungsschicht zu ergänzen.
Der 260 Meter lange Staudamm mit einem etwa 5,3 Meter breiten Scheitelweg spielt eine wichtige Rolle für den Betrieb des Wasserkraftstandorts. Auf einer Böschungsfläche von rund 15.500 Quadratmetern wurde die aktuelle Abdichtung modernisiert und an die vorhandenen Betonbauwerke angeschlossen. Dafür wurde zunächst die obere Asphaltversiegelung abgefräst. Im Anschluss erfolgte der Einbau einer neuen 10 Zentimeter starken Asphaltdrainageschicht sowie einer 8 Zentimeter dicken Asphaltversiegelung.
Neben dem Asphaltwasserbau gehörten auch die Sedimentberäumungen im Stauraum, die Betonsanierung und mehrere Korrosionsschutzmaßnahmen zum Umfang mit dazu. Eine besondere Herausforderung stellte die 30 ° steile Böschung dar. Hinzu kamen die fachgerechte Asbestsanierung innerhalb der Abdichtung sowie die Wasserrückhaltung während der Bauarbeiten.
Für die Durchführung wurden unter anderem 400 Tonnen Asphalt abgebaut sowie 3.700 Tonnen Asphaltbinderschicht und 3.000 Tonnen Asphalt eingebaut. Trotz dieser komplexierten Rahmenbedingungen konnte die Asphaltabdichtung zielgerechtet umgesetzt und der Staudamm mit einem Speichervolumen von 4,3 Millionen Kubikmetern grundlegend gestärkt werden.
Umfang der Leistungen
- Restaurierung der Asphaltabdichtung des Wehra Staudamms
- Zusätzliche Dicht- und Drainageschicht
- 15.500 m² Belag abgefräst
- Einbau einer neuen Asphaltversiegelung
- Asbest-, Beton- und Korrosionsschutzarbeiten