Der Standort des Projekts ist durch seine Meeresumwelt gekennzeichnet.
Der Standort des Projekts ist durch seine Meeresumwelt gekennzeichnet. © STRABAG

Auftraggeber:
Nord Stream 2 AG

Bauzeit:
2017 – 2018

Stadt/Land:
Deutschland 

Auftragswert:
€ 22 Millionen

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Nord Stream 2 – Grabenlose Küstenquerung

Deutschland 

Zwei Mikrotunnel unter dem Greifswalder Bodden

Unterhalb der Küste Nordostdeutschlands bohrte STRABAG zwei parallele Mikrotunnel, um eine zentrale Landanbindung für die Nord Stream 2 Gaspipeline zu schaffen. Das Projekt befindet sich im ökologisch sensiblen Küstengebiet des Greifswalder Boddens und steht beispielhaft für höchste technische Präzision unter schwierigen Bedingungen.

Im Mittelpunkt der Arbeiten standen zwei grabenlose Uferunterquerungen mit einer Länge von jeweils 700 Metern, die mit Pressvortrieb hergestellt wurden. Die Stahlbetonmantelrohre wurden dabei so ausgelegt, dass sie die spätere Verlegung der Gasleitungsrohre mit einem Durchmesser von 1.200 Millimetern aufnehmen können. Die beiden Rohrstränge verlaufen parallel in einem Achsabstand von 10 bis 16 Metern und wurden zeitgleich unter Einsatz von zwei Tunnelbohrmaschinen vorgetrieben. Die wechselnden Bodenverhältnisse aus Sand- und Tonschichten mit eiszeitlichen Felsblöcken erforderten während des gesamten Bauprozesses eine sorgfältige Planung und präzise Ausführung. Zusätzliche Herausforderungen ergaben sich infolge von maritimen Bedingungen sowie Grundwasserdruck von bis zu 1 bar. Trotz dieser

Umfang der Leistungen

  • Realisierung von zwei grabenlosen Uferquerungen 
  • Rohrvortrieb von zwei parallelen Mikrotunneln 
  • 700 m langer Vortrieb 
  • Einbau von Stahlbetonmantelrohren 
  • Einsatz von 2 TBMs unter marinen Bedingungen 
Bau einer grabenlosen Uferquerung © STRABAG